Glanzstück.

Mhh, es ist fast Mitternacht und so die perfekte Zeit,  ein neues „Ausstellungsstück“ meiner Wahl zu posten. Dieses Mal ein Geburtsgeschenk für Sofina, Familie Hofmanns jüngster Nachwuchs und so der Eltern, Debbie&Flo, auch neuster Stolz. Zu Recht;). Bereits seit vielen Jahre ziert ein Stoffball ähnlicher Art meine 4-Wände, weshalb Sofina jetzt die Zweite im Bunde ist, die von mir, mit meiner Interpretation dieses „Glanzstückes“, beschenkt wird.

Voilà!sofinas-glanzstück

Loving a person just the way they are…

… it’s no small thing
It takes some time to see things through
Sometimes things change, sometimes we’re waiting
We need grace either way

Hold on to me
I’ll hold on to you
Let’s find out the beauty of seeing things through

There’s a lot of pain in reaching out and trying
It’s a vulnerable place to be
Love and pride can’t occupy the same spaces baby
Only one makes you free

Hold on to me
I’ll hold on to you
Let’s find out the beauty of seeing things through

If we go looking for offense
We’re going to find it
If we go looking for real love
We’re going to find it

Oh, ich liebe dieses Lied von Sara Groves, weil sie das beschreibt, was mir doch so oft schwer fällt, mich gerade bewegt und worin ich (leider) immer wieder versage. Die Familie, Freunde, Bekannte, die Arbeitskollegin und auch den Nachbarn so anzunehmen und sie so zu „lieben*“, wie sie sind und nicht wie ich sie haben möchte, stellt mich immer wieder vor ein großes LebensRätsel.

Das gilt auch andersherum, da ich heute erneut wieder feststelle, dass andere eine ganz andere Weise haben, mir ihre Liebe, Freundschaft und Zuneigung auszudrücken, als ich sie mir wünsche und insgeheim erhoffe. Wie lebe ich in diesem Spagat dennoch ehrlich und „gesund“, ohne falsche Kompromisse einzugehen oder halbherzige Versprechen nachzujagen, die den anderen und mich in dem eigenen „Sein“ einschränken? Wie gehe ich mit den Fehlern um, wenn ich es dennoch getan habe, wenn unausgesprochene, überfordernde, unrealistsiche Hoffnungen&Erwartungen sich nun breit gemacht und dadurch Bitterkeit und Entfremdung in einer Beziehung Einzug gehalten haben? Und was mache ich, wenn dann das Begehren, den anderen nicht mehr begegnen zu wollen, zunimmt?

Manchmal glaube ich, dass es dann fast schon zu spät sein könnte, wäre da nicht ein Angebot*** von himmlischer Seite, das in mein Leben hineinweht und mich konfrontiert – denn die Woche hat es mir wieder deutlich gezeigt. Ich war herausgefordert zu sehen, welche Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte ich auf den anderen (meist) fälschlicherweise prohiziere. Dies gibt mir das Recht, stellt mich vor die Herausforderung und macht mich verantwortlich in Aktion zu treten, wodurch ich nicht nur bestimme,  in welche Richtungen meine Freundschaften einschlagen, sondern auch, ob diese eine positive Leichtigkeit oder eine Schwere enthalten. Deshalb lerne ich für mich heute von neuem – auf, auf Camsmile – in eine neue Runde, wenn es heißt: „Loving a person just the way they are.“

***Papel Maché haben es in ihrem ersten Konzert in Gracia/ BCN leicht und locker besungen.

Ich fand es damals schon toll. Sie waren nicht die Ersten und werden auch nicht die Letzten sein. Egal, meine ich. Der Inhalt bleibt aktuell und für alle die der spanischen Sprache nicht mächtig sind, hier eine kleine Hilfe.

Barcelona war bei mir!!!

Der Beweis folgt hier  – zwar nach einer Woche – aber was soll’s. Ich habe es jedenfalls genossen, weil (ich)…

  • wieder mal tolle Gespräche mit einer tollen Frau führen konnte…
  • Gebet wirkt, denn ohne wäre die Liebe Miriam im El Prat/BCN gleich wieder umgekehrt, dank des Fluglotsenstreiks in FFM. Es sollte nicht sein, denn sie sollte ja HIER sein;)
  • mein Zwerchfell gut auf die Probe Gestell wurde…
  • mein Spanisch& Englisch wieder aufpolieren durfte …
  • mit so vielen Geschenken überhäuft wurde …
  • dieses Mal nicht allein krank sein musste …
  • Wiesbaden von einer anderen Seite, durch Miriams Augen, entdecken konnte …
  • Geburtstagsshoppen zu zweit einfach viel cooler ist
  • und auf Geburtstagsparties gehen noch viel mehr …
  • jetzt noch besser weiß, wie ich Menschen (und auch mich…hihi) mit einer Tortilla glücklich machen kann (schön war es mit den Sonntagabendgästen beim spanischen Schlemmen&Co) …
  • dankbar bin, so eine Freundin zu haben und mich schon auf ein Wiedersehen in BCN freue!
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Barcelona kommt zu mir!!!

Ui, das wird was werden. Morgen ist es soweit. Ich bekomme Besuch, yipeee;) Und zwar die liebe Miriam aus BCN. Wieso, Weshalb, Warum? Ausführliche Darstellungen mag ich nicht vorweg nehmen …hihi (…denn die folgen in den nächsten Posts). Nur soweit. Miriam ist einfach nur cool und insgeheim hoffe ich sehr, dass wir da anknüpfen, wo wir das letzte Mal aufgehört haben – nämlich beim Leben genießen, nachts um 02:00 Uhr, bei spanischen Wein und jeder Menge Meeresbrise am Strand von Barceloneta.

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Na ja, so oder so ähnlich, ne (smile), wenn die Temperaturen mitspielen und sich spontan in Wiesbaden noch eine Meer auftut. Wenn nicht, wird es uns bestimmt auch nicht langweilig.

Today* … Menschen, die mich bewegen.

Wie gut ist es, „Vorbilder“ zu haben, denn von ihnen kann man soooo viel lernen. Menschen, die einen durch ihre authentischen LebensWerke inspirieren, haben Einfluss. Jonathan Harris ist z.B. so jemand, der mich immer wieder aufs Neue begeistert und deshalb auch beeinflusst. Seit Neujahr zieren einige seiner Zitate meinen digitalen Schreibtisch.  Einfach, weil sie für mich so wahr geworden sind.  Seine Weise, Computertechnologie, bildende Künste und das Geschichtenerzählen zu verbinden, ist wunderschön originell (siehe auch Balloons of Bhutan, The Whale Hunt).

Sein Motto: The Personal is powerful. Trust your own experience. It’s the only thing, that is really yours, and that’s really unique. Putting yourself in your work can be powerful.

Daher ist es wert, gepostet zu werden. Seht selbst und geniesst!

*1* El Ejido…Wo etwas Neues begann.

Es verpasst zu haben, würde ich nicht sagen. Vielmehr die passende Weise, rechten Worte und vielleicht den Mut dazu bisher noch nicht „gefunden“ zu haben, trifft es eher. Das Finden ohne Suchen und Ausprobieren, wie ich erkennen muss, bringt nichts. Der Macher macht’s. „Ok“, sage ich mir und deshalb ist mit dem Suchen – Schluss;), denn dafür geistern in meinem Wuschelkopf zu viele Erlebnisse und Geschichten herum, die erzählt werden wollen – und zwar von mir.

Beim Stöbern in meiner Fotokiste stieß ich auf meine ABI-Zeitung von 1998, mit dem Vermerk über mich:“ Liebenswerte Zeitgenossin mit Gospel im Blut sucht reiselustigen Mittramper, welcher mit ihr erst Amerika und dann den Rest der Welt erkundet, um andere Kulturen kennenzulernen…“ Oh, sie hatten recht. Zuerst in London*England, dann Winston-Salem*North Carolina*USA kam ich meiner Sehnsucht nach Andersartigkeit, nach Neuem, der Abenteuerlust in mir schon näher und entgegen. Mein Reisen beschränkte sich nicht aufs Reisen von einem zum anderen Weltenfleck, sondern auf das „einfache“ Leben&Arbeiten in der jeweiligen Gesellschaft. Mein großer G-Anteil in mir („DISG – Verhaltensprofil“) macht es deutlich und zeigt sich da besonders – smile.  Die Sehnsucht zu haben, aber auf Veränderungen zurückhaltender oder auch ängstlich zu reagieren, ist Konfliktpotenzial, was für mich zu bearbeiten galt. So passierte nach außen hin, nach diesen Ausflügen ins Ungewisse nicht so viel. Das Leben. Die Ausbildung. Ein Studium. Der neue Job. Aber in mir blieben diese Erinnerungen frisch und die Sehnsucht, das Andere und den Anderen zu entdecken wach, denn diese ersten „Erfahrungsfrüchte“ haben mich gelehrt, wer ich auch bin, was in mir steckt und was zu mir gehört, um mich in meinem Leben zu leben.

Mit neuem Mut, einigen persönlichen Prozessen, die hinter mir lagen, und dem Wunsch, nach örtlicher Veränderung, machte ich mich daher Oktober 2006 auf ein Probearbeiten (Ausländische Jugendarbeit) ins südlichste Spanien, denn die Sprache und die Kultur hatten es mir so angetan. Ziel war ein Ort, irgendwo in der Pampa bei El Ejido, dem Gewächshaus Europas. Mehr habe ich auch nicht gesehen, als ich mein Fuß auf andalusische Erde setzte und ein wenig entsetzt die ersten Eindrücke dieses Landes in mich aufnahm. Wollte ich DAS? Und vor allem DORT? Und das SO? Erste Reaktion: Nein, und nochmals Nein. Der zweite Blick entschärfte den Ersten ein wenig und die schönen Seiten diese Landes kamen zum Vorschein. Wunderschöne Buchten, Granada und die Mauren, Strand und Sonne ohne Grenzen.

Aber dieser Eindruck wurde vom Kennenlernen der Arbeitsaufgaben (deutsche männliche Jugendliche das Leben zu lehren, die auf einem abgelegenen Bergkamm hausen, den man nur mit Jeep im Flussdelta erreicht), getrübt. Dieser wurde durch unsozialen Schichtdienst und die Aussicht, wenn man in Granada leben wollte, um etwas Kultur mitzunehmen, (2h Busfahrt entfernt), verstärkt. Ne, ich musste enttäuscht feststellen, dass es DAS nicht ist. Erste persönliche Eindrücke von Sevilla und Madrid haben in mir ein ganz anderes, spanisches Bild hervorgerufen, was ich entdecken wollte. Und ich musste zugeben, das es vielmehr um meine wahre Identität ging, was ich eigentlich wirklich „tun“ wollte und in welchem Setting das ganze passieren sollte.

So sind mir zwei Momente im Gedächtnis geblieben, die Weichen gestellt haben.

Almarimar 2006

 1* Ich stand auf der Veranda der Finca dieses weiten, rauen, unbewohnten und auch schönen Landes unter mir und wusste in meinem Herzen: Ich möchte kreative Kultur erleben, möchte Menschen begegnen, möchte im Geschehen sein, mich darin bewegen und meine Fähigkeiten ausweiten können – mich darin entdecken lernen. In „El Ejido“ konnte ich mir DAS so nicht vorstellen. Ich spürte und akzeptierte es.

2* Ich war nicht allein. Zart aber bestimmt hörte ich Gott in dieser Zeit sprechen, denn die die ersten Eindrücke verwirrten mich. „Ich möchte, dass es Dir gut geht“, sagte er dazu. Keine wegweisenden Worte, aber die dafür an meine Identität adressiert waren. Die Entscheidung musste ich selbst treffen. Und das war gut so. Und ich traf sie – gegen diese Art des Lebens&der Arbeit. Gegen das auswerwählte Land, aber für eine gewonnene Freiheit, die auf eine Überzeugung baute, das an diesem Ort etwas NEUES begann.

Almarimar 2006

watch(your)words*2012

Die Herrnhuter Brüdern&Schwestern haben schon früh erkannt, wie sehr ein gutes Wort den Tag erhellen und vor allem bestimmen kann. Meine Kindheit in Herrnhut hat diese Tradition der täglichen Losungslese geprägt. Eine „Parole“ wie es hieß, für jeden Tag. Irgendwie passend. Interessanterweise war die erste dieser Art eine Lieddichtung vom Grafen selbst (nicht ein Bibelvers, wie ich bisher immer annahm), mit dem Effekt, dass diese Zeilen durch ganz Herrnhut weitergegeben wurden. So kamen die Gemeindemitglieder ins Gespräch, sie tauschten sich über „Gott&die Welt“ aus und am Abend, in der Singsstunde, brachten sie alle Anliegen der Gemeindemitglieder im Gebet zusammen. So dachte ich mir, wohl gute, nachahmende Gründe, dieses Büchlein zu verschenken;).

Und heute Abend erkenne ich erneut die Verbindung darin, dass hoffnungsvolle Worte, zu zuversichtlichen Gedanken, diese wiederum zu kraftvollen Gewissheiten werden, die mein Handeln und so meine Zukunft beeinflussen. Besonders in Zeiten wie diese, wenn in meinen Gedanken die „Schlacht tobt“. Also „Watch(your)words“ -Camsmile!

„I have a date“ – Jeden Monat Weihnachten

Gestern war Weihnachten. Für Christiane&Joe (2 Unikate aus meinem Freundeskreis) jedenfalls. Und auch ein wenig für mich, denn gemeinsam haben wir uns auf den Weg nach Frankfurt ins Museum für Kommunikation aufgemacht. Da macht es gar nichts, dass das Weihnachtsgeschenk an diese ZWEI aus 2010 stammt und erst fünf Monate nach ürsprünglichen Plan, Hand und Füsse bekam. Gestärkt mit Limonade, Gemüse-Quiche und einer herzhaften (aber leider etwas vertrockneten) Käsestulle ging es dann ab in die DIY-Ausstellung, die ohne der charmanten Führung nur halb so interessant geworden wäre. Lerneffekt Nummer 1: Führungen lohnen sich, ehrlich. Lerneffekt Nummer 2: Kleinpostanlagen der Marke Berlin-Ost-Eigenbau sind einfach nur cool. Lerneffekt Nummer 3: Konrad Adenauer hat es auch schon gewusst, wie man das Leben fähigkeitsorientiert gestalten kann. Politiker und Laienerfinder zu sein, ist wahrlich nicht die schlechteste Kombination. Wenn dann ein beleuchtetes Stopfei Jahre später der Nachwelt monatelang hinter Glas präsentiert wird, kann man sagen, er hat’s geschafft – grins.

Was mich nun in meinen kreativen Schaffensphasen begleiten wird, ist die Frage, welcher DIY-Typ ich denn sei. Bastlerin, Tüftlerin oder Heimwerkerin? Meine Generalantwort: Irgendetwas von allem. Und das ist gut so, denn noch muss ich nicht kategorisiert werden, sondern kann meinen vielen Camsmile-Ideen ungehindert freien Lauf lassen. Jipiyeeee. Aber „ausstellen“- so nach und nach….mhh – das geht schon;).

I have a date - Dezember

Und so geht’s hier gleich mal los, mit dem ersten „Ausstellungsstück“ meiner Wahl – dem Weihnachtsgutschein „I have a date“. Was machen, wenn man so einige liebe Freunde hat, die man zu Weihnachten gern mit etwas Besonderem beschenken will?

Nicht verzagen. Meine Idee für 2011: Für jeden Monat denke ich mir eine spezielle Aktion aus, die ich dann zusammen mit der/dem /den Auserwählten unternehme will. So stand im Januar z.B. Schlittschuhlaufen, im April Wandern oder im Oktober ein spezieller Kneipenbesuch auf dem Plan. Wenn auch noch nicht alle Dates eingelöst worden und manche Dates einer Planabweichung zum Gunsten des Beschenkten unterlag, kann ich dennoch behaupten, dass es eine lohnenswerte und zum Wiederholen&Modifizieren  anregende Aktion war. Mein Ziel, die Freunde besser kennen zu lernen und mit ihnen Zeit auf so unterschiedlicher Weise zu verbringen, hat sich echt erfüllt. Was als nächstes kommt. Lasst euch überraschen!