I will go for it!

Mit, durch und vor allem nach dem dem Designstudium ist mir aufgefallen, dass mein Leben sich sehr um einzelne Themenschwerpunkte drehte. Das Studium und der Job standen oft im Vordergrund. Für diesen Abschnitt war das auch ok. In dieser Phase habe mich tatsächlich auch  für bestimmte „Abstriche“ entschieden, was mich oft Mühe und innere Kraft gekostet hat. Andere Bereiche sind zum Teil unbewusst hinten runtergefallen. Im Leben wird es öfters solche Zeiten geben.

Tatsächlich sehne ich mich aber in meinem Leben nach mehr Balance. Vor allem nach der Ausgeglichenheit, in der langersehnte Wünsche, Träume, Visionen und Lebensziele ihren Platz finden und haben. Träume und Visionen, denen ich nachgehen möchte. Wünsche, die ich mir bewusst machen will. Lebenseinstellungen, die mein Leben bereichern und mit Absicht prägen sollen. Und auch Ziele und Herausforderungen, die ich mir in meinen Leben setzen möchte.

Um mich in Zukunft an das zu erinnern, was mir im Leben etwas bedeutet und für was ich Zeit, Ideen und camsmile-Energie investieren will, habe ich dieses Artwork kreiert. Schaut selbst!

Brush Script – ein Versuch!

Smile.

Sehr oft grübelt mein Wuschelkopf unfassbar‘ große und auch schwere Gedanken. Nicht immer mit gutem Ausgang. Dem möchte ich entgegenwirken und mir selbst immer wieder sagen, über Gutes und Schönes in meinem Leben nachzudenken, und vor allem auch darüber, was mir ein Lächeln schenkt.

 

Feliz.

Ich liebe die spanische Sprache. Sie ist für mich Inbegriff der Emotionen und purer Ausdruck des Herzen. Das Artwork entstand für Bini zum Geburtstag, die sich buchstäblich in Wort und Tat dem Brush Script verschrieben hat. Im spanischen heißt es der Vollständigkeit halber zwar „Feliz Cumpleaños“, wenn man zum Ehrentag gratulieren möchte, aber hey –  wen stört’s.  Kunst darf andere Wege gehen.  Froh, zufrieden und glücklich sein — wer möchte das nicht in seinem neuen Lebensjahr erleben!?

 

 

 

 

 

März: Keimruhe

Oh, es ist schon wieder April und der Monat März ist an mir vorbeigezogen. Keine einfache Einschätzung der letzten vier Wochen, wollte ich doch das mir gegebene Leben bewusster erleben und leben. Der Rückblick auf die letzten vier Wochen zeigt mir eins. Viel ist nicht passiert, jedenfalls äußerlich nicht, aber in den letzten Tagen kam mir dieser Eindruck in den Sinn. Ich empfinde mich genau in dem Stadium der Keimruhe wie bei einem Samen, der in die Erde gelegt wird. Dieser Samen benötigt  Wasser, Sauerstoff, Wärme, Licht oder auch die Dunkelheit, um reifen zu können. Und vor allem eine bestimmte Zeit, bis er aufgehen wird.

Oft sehe ich in meinem Designstudium Parallelen zu diesem Bild. Ein sehr positives Feedback eines Dozenten zu meiner letzten Semester zeigte mir, was ich selbst an mir nicht sehen konnte bzw. zuweilen noch schwer fällt zu sehen – in der Tat Fähigkeiten und Fertigkeiten zu besitzen, von denen ich so oft denke, sie nicht zu haben. Vor allem solche Fähigkeiten, die dazu beitragen, ansprechendes und der Aufgabe entsprechendes Grafikdesign zu kreieren. Somit fühlte sich das Feedback wie ein warmer Sommerregen nach wochenlanger Trockenheit an und überraschte mich gleichwie es mich ermutigte. Gerade deshalb, weil nach einer für mich kräftezehrenden Zeit der Keimruhe, in der äußerlich nichts Außergewöhnliches passierte, ich jedoch innerlich vieles bewegte, ganz unbemerkt eine neue Zeit angebrochen ist, in welcher der ruhende Keimling zu sprossen beginnt. Das Bildnis setzt in mir Hoffnung frei und ist gleichzeitig auch eine Ermutigung für alle anderen Lebensbereiche, Hoffnung nicht aufzugeben, sondern die Zeichen der Zeit schätzen zu lernen.

Zurück zum Mut.

Schon sehr lange beschäftigt mich genau diese Aussage. Zurück zu etwas, was ich denke zu haben, aber irgendwie auf dem Weg des Lebens verloren gegangen ist.

Mut. Mein Mut.

Mut, um mich selbst zu sein. Mut herauszufinden, wohin das mit dem Design und der Idee, Design & Pädagogik zu verbinden in meinem Leben geht. Mut, kurz mal einen Schritt rechts und dann einen Schritt geradeaus zu treten, um meinem eigenen Schatten zu entfliehen. Mut, nicht nach rechts oder links zu schauen, sondern auf das, was ich bin, was ich kann und was mich begeistert. Mut, den Mut zu haben, mutig und entschlossen Neues zu wagen. Mut, DEM wieder ganz zu vertrauen, der immer wieder Mut in mein Herz gesprochen hat.
zurück zum mut_ohne neu
zurück zum mut_sw

5/52: Paperworld & Überraschungen.

Ich gebe zu, dass ich es genieße, in der Nähe Frankfurts zu wohnen. Vor allem deshalb, weil diese Stadt mich in den letzten Monaten immer wieder neu überrascht hat. Sicherlich, als Tagestourist sehe ich vieles nicht, was Frankfurt auch ist. Aber hier und jetzt will ich die Schattenseiten nicht zum Thema machen, sondern das Besondere für mich hervorheben. Und zwar die Möglichkeit, in die weite Welt zu schauen und dafür nur schlappe 45 min Reiseweg aufbringen zu müssen, denn am Sonntag hieß es für mich auf der Messe Frankfurt vorbeizuschauen, denn die Paperworld stand quasi vor der Haustür ;).

Papiere, Innovationen und Kreativität – kein schlechter Inspirationscocktail für eine angehende Kommunikationsdesignerin. Mit Neugier und Offenheit stützte ich mich in das Getümmel, musste aber überrascht feststellen, dass Gleichgesinnte aus meinem Fach im Gespräch schneller den Rückzieher machten, weil sie an mir sowieso nichts verdienen konnten und gleichzeitig die Angst im Raum stand,  den Feind in den eigenen Reihen zu haben. Komisch, nach meinem Ermessen unnötig , aber klar, die Messe ist zum Ausstellen ihrer Produkte dar und vor allem für diejenigen gedacht, die solche Produkte in ihren Geschäften, Unternehmen und Firmen aufnehmen. Auch wen ich nicht die gewünschte Zielgruppe war, war ich genau richtig am Platz, um für mich zu lernen und mich inspirieren zu lassen – so jedenfalls mein nachmittägliches Fazit.

Wie dankbar bin ich dann nach solchen Erlebnissen, dass es in meinem Leben Menschen gibt, mit denen man sich über Gott und die Welt, offen und ehrlich, austauschen kann. Sie erinnern mich daran, im Leben immer wieder hinter die Fassade zu schauen und ermutigen mich zugleich, als Designerin die Ganzheit der Situation zu betrachten wie auch als Designerin dazu beitragen zu wollen, das Leben zu gestalten und nicht nur den passenden Rahmen dazu. Ich denke, ich bin beschenkt!