33*20 – „Ausweichmöglichkeit Nr. 4“

Wer kennt das nicht. In netter Gesellschaft, bei Wein & anderen Gaumenfreuden, Liveband im Hintergrund, Themen, die Gott und die Welt bewegen – ein Kneipengang wie er im Buche steht. Eigentlich alles prima ;), wenn nicht der hohe Geräuschpegel dem frohen Treiben des öfteren einen Strich durch die Rechnung macht. Man kann’s versuchen sich nicht anzubrüllen – meistens klappt es sowieso nicht. Und dann passiert  – es.

Wie aus dem Nichts beginnt der Körper seine Defizite zu kompensieren und greift auf das natürlichste und vielleicht auch auf das naheliegendste Mittel zurück und plötzlich werden Worte sehend gemacht. Für mich immer wieder eine Augenweide, wie auch die Möglichkeit, sofern ich einen entsprechenden Gegenpart habe, die Gebärdensprache auszupacken und auf höchstem Gestik-Niveau über Bänke und Tische hinweg meinen Standpunkt klar zu machen.

montag

Gewiss – eine stimmschonende Alternative. Wenn das nicht mehr reicht, vertröste ich mich mit dem Gedanken, dass ein zweites oder drittes Gläschen nicht nur mich sondern vielleicht auch schon meinem Gegenüber die Zunge zum Lallen verleitet, so dass fremdländische Äußerungen entweder im neuen Lichte erstrahlen oder ich zu der Erkenntnis gelange, dass ich doch nur noch „Spanisch verstehe“. Schlimm wäre es natürlich nicht, denn ob ich nun Lunes, Monday, понедельник oder doch nur Montag als den ersten Tag der Woche in meiner anregenden Konversation identifiziere, ist mir egal.

Ich liebe die Welt der Sprachen und daran wird auch ein Kneipenbesuch nichts ändern!

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